Eiweiß kann für Vegetarier ein sensibles Thema sein – wenn jemand fragt, und man kein Fleischesser ist, lautet die erste Frage in der Regel: “Woher bekommst du dann dein Eiweiß?” Manchmal ist es eine berechtigte Frage, manchmal aber auch eine Frage, die darauf abziehlt Ernährungsweisen zu untergraben. Lange Zeit lautete die Antwort zum Beispiel: “In Brokkoli ist Eiweiß! Eiweiß kann man auch aus vielen anderen Quellen als Fleisch bekommen”, und das war’s. Aber wenn dann begonnen wird zu zählen, wie viel Gramm Eiweiß man jeden Tag zu sich nimmt, wurde einem klar, dass das nicht immer genug ist.

Eigentlich ist es ist wirklich einfach, mit einer vegetarischen Ernährung genügend Eiweiß zu sich zu nehmen, und für viele Vegetarier, wenn nicht sogar für die meisten, ist es wahrscheinlich nicht einmal erforderlich, die Gramm und Kalorien zu zählen, die man isst. Wichtig ist aber bei einer vegetarischen Ernährung, dass man mindestens 50 Gramm Eiweiß pro Tag zu sich nimmt.

Das Hauptproblem besteht darin, dass man zum Frühstück meist Brötchen oder Müsli isst und so gut wie keine Proteine zu sich nimmt. Obwohl man also darauf achet, mittags und abends Eiweiß zu sich zu nehmen, verursacht das Weglassen von Eiweiß beim Frühstück fast jeden Tag ein Defizit. Man sollte also darauf achten, dass man zum Frühstück mindestens 10 Gramm Eiweiß zu sich nimmt und versucht, den Rest des Tages nach Möglichkeit zusätzliche Proteine zu den Mahlzeiten und Snacks hinzuzufügen. Hanfsamen sind eine der beliebtesten Proteinquellen.

Wir haben in der Vergangenheit bereits verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für Hanfsamen vorgestellt; sie sind wirklich vielseitig und enthalten außerdem viel Protein. Es ist wirklich einfach, ein oder zwei Esslöffel in den morgendlichen Smoothie oder Haferflocken zu mischen, etwas in den Mittagssalat zu geben, usw. Hanfsamen auf allem!

Am Ende des Sommers kann man immer eine große Ladung Pesto aus den letzten Basilikumpflanzen auf dem Balkon oder dem Garten machen. Wie wäre es dieses Jahr, Hanfsamen anstelle von Pinienkernen zu verwenden? Das bringt über 3 zusätzliche Gramm Protein pro Esslöffel (etwa 8,5 Gramm insgesamt), aber das Hanfpesto schmeckt wirklich wie jedes andere Pesto, das man mit Pinienkernen oder Walnüssen zubereiten würde – man würde nicht vermuten, dass es mit Hanf gemacht ist.

Man kann einen Teil des Pestos in Mini-Muffinförmchen eingefrieren, um es später zu verwenden. Das Tolle an diesem eingefrorenen Hanfpesto ist, dass man den ganzen Herbst und Winter über einen kleinen Vorgeschmack auf den Sommer bekommt – und einen zusätzlichen Proteinschub.

Rezept für Hanfpesto mit Hanfsamen

Hanfpesto

Die Verwendung von Hanfsamen anstelle von Pinienkernen liefert 3 zusätzliche Gramm Eiweiß pro Löffel dieses Hanfpesto.

140g frische Basilikumblätter, lose verpackt
35g geschälte Hanfsamen, auch Hanfherzen genannt
35g geriebener Parmesankäse
2-3 Esslöffel kaltgepresstes Hanfsamenöl oder Olivenöl
1 Knoblauchzehe (kann man auch weg lassen)
Salz zum Abschmecken, etwa ¼-1/2 Teelöffel ist eine gute Menge

Tipp:
Wenn man das Hanfpesto nicht sehr ölig mag, verwendet man normalerweise nicht mehr als 3 Esslöffel, aber wenn man ein geschmeidigeres Hanfpesto möchte, kann man mehr Öl hinzufügen, bis es die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

Hanfsamen von Malantis kann man auch bei Amazon bestellen und bezahlen:

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Hanfsamen Pesto

Gehts noch “hanfiger”?

Na klar! Wenn du das Hanfsamen Pesto noch viel verfeinern möchtest und noch mehr Hanf Geschmack haben möchtest, dann füge dem Pesto einfach noch einen Esslöffel Hanfblattpulver hinzu!

Übrigens kannst du so auch das Hanfpesto retten, wenn du zu viel Öl verwendet hast und das Pesto zu flüssig geworden ist.