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hanfsamenölHanföl, Hanfsamenöl und CBD: Was ist eigentlich der Unterschied?

CBD Hype in der Kosmetik: Was steckt wirklich hinter den Versprechen?

CBD Hype
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CBD Hype oder sinnvoller kosmetischer Inhaltsstoff? Cannabidiol ist innerhalb weniger Jahre vom weitgehend unbekannten Bestandteil der Hanfpflanze zu einem auffälligen Bestandteil von Cremes, Seren, Balms und anderen Pflegeprodukten geworden.

Mit der wachsenden Bekanntheit kamen allerdings auch immer größere Versprechen. CBD wurde zeitweise fast so dargestellt, als könne ein einzelner Inhaltsstoff unterschiedlichste Hautprobleme lösen.

Genau hier lohnt sich ein genauerer Blick. Denn zwischen einem interessanten kosmetischen Inhaltsstoff und einem vermeintlichen Wundermittel liegt ein großer Unterschied.

Warum entstand überhaupt ein CBD Hype?

CBD steht für Cannabidiol und gehört zu den Cannabinoiden der Hanfpflanze. Anders als THC besitzt Cannabidiol nicht die für THC typische berauschende Wirkung.

Das zunehmende wissenschaftliche Interesse an Cannabidiol sorgte dafür, dass CBD auch außerhalb seines ursprünglichen Forschungsumfeldes immer bekannter wurde.

Gleichzeitig entdeckten zahlreiche Marken den Inhaltsstoff für Kosmetik und Hautpflege.

Aus einem interessanten Rohstoff wurde dadurch schnell ein Marketingbegriff.

Ist CBD deshalb nur Marketing?

Nein. Die Gegenposition wäre genauso vereinfachend.

Dass ein Inhaltsstoff stark beworben wird, bedeutet nicht automatisch, dass er kosmetisch bedeutungslos ist.

Entscheidend ist vielmehr, zwischen dem Inhaltsstoff selbst, wissenschaftlicher Forschung und dem konkreten kosmetischen Produkt zu unterscheiden.

CBD kann Bestandteil einer kosmetischen Formulierung sein. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass jede Creme mit Cannabidiol dieselbe Wirkung besitzt oder jedes Versprechen rund um CBD gerechtfertigt ist.

Das größte Problem: Forschung wird schnell zum Produktversprechen

Cannabidiol wird in unterschiedlichen wissenschaftlichen Zusammenhängen untersucht.

Ein Forschungsergebnis zu einem Stoff ist jedoch nicht automatisch ein Wirksamkeitsnachweis für jedes Produkt, das diesen Stoff enthält.

Unterschiede können beispielsweise bestehen bei:

  • der Art der Anwendung,
  • der eingesetzten Konzentration,
  • der verwendeten Formulierung,
  • den weiteren Inhaltsstoffen,
  • dem untersuchten Modell oder der untersuchten Personengruppe und
  • der konkreten Fragestellung einer Untersuchung.

Deshalb sollte aus einer Studie über Cannabidiol nicht unmittelbar ein Wirkversprechen für eine beliebige CBD-Creme entstehen.

Mehr zu dieser grundsätzlichen Unterscheidung erklären wir in unserem Beitrag CBD Wirkung richtig einordnen.

Warum „CBD wirkt gegen …“ bei Kosmetik problematisch ist

Besonders kritisch wird es, wenn kosmetische Produkte über Krankheiten oder medizinische Behandlungen erklärt werden.

Eine Hautpflege wird nicht dadurch zu einem Arzneimittel, dass sie Cannabidiol enthält.

Aussagen über Erkrankungen, Schmerzen, Entzündungen oder andere medizinische Zustände lassen sich deshalb nicht einfach auf ein kosmetisches Produkt übertragen.

Für Kosmetik sollte die Frage vielmehr lauten:

Welche kosmetische Aufgabe soll die gesamte Formulierung erfüllen?

Eine CBD-Creme besteht nicht nur aus CBD

Eine der wichtigsten Erkenntnisse beim Blick auf CBD-Kosmetik ist gleichzeitig eine sehr einfache:

CBD ist ein Bestandteil der Formulierung – nicht die Formulierung selbst.

Eine Creme kann zusätzlich beispielsweise Feuchthaltemittel, pflanzliche Öle, Buttern, Wachse, Emulgatoren und weitere funktionale Bestandteile enthalten.

Erst ihr Zusammenspiel ergibt das fertige kosmetische Produkt.

Deshalb lässt sich die Qualität einer Hautpflege nicht allein daran beurteilen, dass CBD auf der Verpackung steht.

Ist mehr CBD automatisch besser?

Nein.

Eine höhere Konzentration eines einzelnen Inhaltsstoffes macht eine kosmetische Formulierung nicht automatisch hochwertiger.

Die entscheidende Frage lautet nicht:

Wie viel CBD ist enthalten?

Sondern:

Warum ist Cannabidiol enthalten und wie ist die gesamte Rezeptur für ihren vorgesehenen Pflegejob aufgebaut?

Dieses Prinzip gilt übrigens nicht nur für CBD. Auch Hyaluron, Pflanzenöle oder andere bekannte Inhaltsstoffe sollten nicht isoliert als Qualitätsmaßstab betrachtet werden.

CBD ist nicht dasselbe wie Hanfsamenöl

Zum CBD Hype gehört noch eine weitere häufige Verwechslung: Hanfsamenöl und Cannabidiol werden teilweise behandelt, als seien sie derselbe Inhaltsstoff.

Das stimmt nicht.

  • Cannabis Sativa Seed Oil bezeichnet Hanfsamenöl.
  • Cannabidiol bezeichnet CBD.

Hanfsamenöl ist ein pflanzliches Öl. CBD gehört zu den Cannabinoiden.

Ein kosmetisches Produkt kann einen der beiden Inhaltsstoffe oder beide gemeinsam enthalten.

Die ausführliche Unterscheidung findest du in unserem Beitrag Hanföl, Hanfsamenöl und CBD: Was ist der Unterschied?.

Woran erkennt man sinnvolle CBD Kosmetik?

Statt sich von einem einzelnen Trendbegriff leiten zu lassen, lohnt sich ein Blick auf das gesamte Produkt.

Hilfreiche Fragen sind beispielsweise:

  • Welchen Pflegejob soll das Produkt erfüllen?
  • Welche Inhaltsstoffe enthält die vollständige Formulierung?
  • Welche Funktion übernimmt Cannabidiol innerhalb dieser Rezeptur?
  • Welche weiteren Pflegekomponenten sind enthalten?
  • Sind die Aussagen zum Produkt kosmetisch nachvollziehbar?
  • Werden konkrete Inhaltsstoffe erklärt oder nur große Wirkversprechen gemacht?

Damit verschiebt sich die Beurteilung vom Trendstoff zur tatsächlichen Formulierung.

Was sagt die INCI-Liste über CBD aus?

Wer wissen möchte, ob Cannabidiol tatsächlich Bestandteil einer kosmetischen Formulierung ist, sollte einen Blick auf die INCI-Liste werfen.

CBD wird dort als Cannabidiol angegeben.

Die INCI-Liste hilft außerdem dabei, CBD von anderen Bestandteilen der Hanfpflanze zu unterscheiden.

Wie sich Inhaltsstofflisten grundsätzlich lesen und sinnvoll beurteilen lassen, erklären wir ausführlich unter Kosmetik-Inhaltsstoffe verstehen.

Welche Rolle kann CBD in funktioneller Kosmetik spielen?

Für MALANTIS ist heute nicht entscheidend, ein Produkt möglichst groß über CBD zu erzählen.

Wir betrachten zunächst den Pflegebedarf und die Aufgabe einer Formulierung.

Erst danach stellt sich die Frage, welche Inhaltsstoffe dafür sinnvoll kombiniert werden können.

Die Reihenfolge lautet deshalb:

Hautbedürfnis → Pflegefunktion → Formulierung → Inhaltsstoffe.

CBD kann innerhalb einer solchen Formulierung ein Bestandteil sein. Es ersetzt aber weder eine sinnvoll entwickelte Rezeptur noch die übrigen funktionalen Inhaltsstoffe.

Ist der CBD Hype also vorbei?

Der große Neuheitseffekt rund um Cannabidiol ist deutlich kleiner geworden. Das ist für eine sachliche Betrachtung eher hilfreich.

Denn ein Inhaltsstoff muss kein Trend sein, um Bestandteil einer guten Formulierung sein zu können.

Gleichzeitig muss er aber auch kein Wundermittel sein.

Für CBD-Kosmetik bedeutet das: weniger spektakuläre Versprechen und mehr Aufmerksamkeit für Rezeptur, Pflegefunktion und tatsächliche Produktqualität.

CBD in Kosmetik genauer verstehen

Wenn du grundsätzlich wissen möchtest, was Cannabidiol ist, wie sich CBD von THC und Hanfsamenöl unterscheidet und welche Rolle der Inhaltsstoff in kosmetischen Formulierungen spielen kann, findest du die ausführliche Einführung unter CBD in Kosmetik.

Häufige Fragen zum CBD Hype

Ist CBD in Kosmetik nur ein Hype?

CBD wurde zeitweise sehr stark vermarktet. Daraus folgt aber nicht, dass Cannabidiol als kosmetischer Inhaltsstoff grundsätzlich bedeutungslos ist. Entscheidend ist die konkrete Formulierung und nicht der Trendstatus eines einzelnen Inhaltsstoffes.

Wirkt jede CBD-Creme gleich?

Nein. Kosmetische Produkte unterscheiden sich unter anderem in ihrer gesamten Formulierung, den verwendeten Inhaltsstoffen und ihrem vorgesehenen Pflegejob.

Ist mehr CBD in einer Creme automatisch besser?

Nein. Die Konzentration eines einzelnen Inhaltsstoffes ist kein allgemeiner Qualitätsmaßstab für eine kosmetische Formulierung.

Kann man Forschung über CBD auf CBD Kosmetik übertragen?

Nicht automatisch. Forschungsergebnisse müssen immer im jeweiligen Untersuchungs- und Anwendungskontext betrachtet werden.

Ist CBD dasselbe wie Hanfsamenöl?

Nein. CBD bezeichnet Cannabidiol. Hanfsamenöl ist ein pflanzliches Öl und wird in der INCI-Liste als Cannabis Sativa Seed Oil angegeben.

Wie erkenne ich CBD in der INCI-Liste?

CBD wird in kosmetischen Inhaltsstofflisten als Cannabidiol angegeben.

Was ist bei CBD Kosmetik wichtiger als der Hype?

Entscheidend sind der vorgesehene Pflegejob, die gesamte Formulierung, die Kombination der Inhaltsstoffe und nachvollziehbare kosmetische Aussagen.

Fazit: CBD zwischen Hype und sinnvoller Hautpflege

CBD Hype und sachliche Kosmetik müssen kein Widerspruch sein.

Problematisch wird es vor allem dann, wenn aus einem interessanten Inhaltsstoff ein universelles Wirkversprechen gemacht wird.

Cannabidiol sollte deshalb weder zum Wundermittel erklärt noch allein wegen früherer Marketingübertreibungen als bedeutungslos abgetan werden.

Die bessere Frage lautet:

Welche Aufgabe erfüllt die gesamte Formulierung – und welche Rolle übernimmt CBD darin?

Genau damit wird aus einem Trendthema wieder das, was für gute Kosmetik entscheidend ist: eine nachvollziehbar entwickelte Formulierung für einen konkreten Pflegebedarf.

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