CBD in Kosmetik: Was Cannabidiol ist und welche Rolle es in Hautpflege spielt

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CBD in Kosmetik wird häufig gemeinsam mit Begriffen wie Hanf, Hanföl und Hanfsamenöl genannt. Dadurch entsteht schnell der Eindruck, diese Begriffe würden dasselbe beschreiben.
Das tun sie nicht.
CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol und gehört zu den Cannabinoiden der Hanfpflanze. Hanfsamenöl ist dagegen ein pflanzliches Öl, das aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen wird.
Für Kosmetik ist diese Unterscheidung wichtig. Denn ein Produkt kann Hanfsamenöl enthalten, Cannabidiol enthalten oder beide Bestandteile miteinander kombinieren.
Deshalb beginnen wir nicht mit der Frage, welche spektakulären Wirkungen CBD haben soll.
Sondern mit der Grundlage:
Was ist CBD – und wie lässt sich Cannabidiol als Bestandteil einer kosmetischen Formulierung sinnvoll einordnen?
Was ist CBD?
CBD steht für Cannabidiol. Cannabidiol ist eines von verschiedenen Cannabinoiden, die mit der Hanfpflanze Cannabis sativa verbunden sind.
Dabei sollte CBD weder mit der gesamten Hanfpflanze noch mit allen aus Hanf gewonnenen Rohstoffen gleichgesetzt werden.
Aus derselben Pflanze können unterschiedliche Bestandteile stammen, die in einer kosmetischen Formulierung völlig unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
Was ist der Unterschied zwischen Hanf und CBD?
Hanf bezeichnet die Pflanze beziehungsweise den pflanzlichen Ausgangspunkt.
CBD bezeichnet einen konkreten Stoff: Cannabidiol.
Eine Kosmetik mit einem Hanfbestandteil enthält deshalb nicht automatisch CBD.
Gerade bei Produktbezeichnungen und Verpackungen lohnt sich deshalb ein Blick auf die tatsächliche INCI-Liste.
Ist CBD dasselbe wie Hanfsamenöl?
Nein. CBD und Hanfsamenöl sind zwei unterschiedliche Inhaltsstoffe.
Hanfsamenöl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen. Innerhalb kosmetischer Formulierungen ist es ein pflanzliches Lipid.
CBD beziehungsweise Cannabidiol gehört dagegen zu den Cannabinoiden.
Eine Rezeptur kann beide Bestandteile gleichzeitig enthalten.
Mehr über die kosmetische Funktion des Pflanzenöls erfährst du unter Hanfsamenöl in Kosmetik.
Enthält Hanfsamenöl automatisch CBD?
Nein.
Hanfsamenöl sollte nicht als Synonym für CBD-Öl oder Cannabidiol verwendet werden.
Auch ein Kosmetikprodukt, das mit Hanf beziehungsweise Hanfsamenöl formuliert wurde, enthält deshalb nicht automatisch Cannabidiol.
Für die eindeutige Beurteilung ist die tatsächliche Zusammensetzung entscheidend.
Wie erkennt man CBD in der INCI-Liste?
Cannabidiol wird in der Inhaltsstoffliste als:
Cannabidiol
angegeben.
Hanfsamenöl erscheint dagegen typischerweise als:
Cannabis Sativa Seed Oil
Damit lässt sich die zentrale Unterscheidung bereits anhand der INCI-Liste erkennen:
- Cannabidiol = CBD
- Cannabis Sativa Seed Oil = Hanfsamenöl
Wie du INCI-Listen insgesamt sinnvoll beurteilst, erklären wir unter Kosmetik-Inhaltsstoffe verstehen.
Ist CBD dasselbe wie THC?
Nein. CBD und THC sind unterschiedliche Cannabinoide.
THC ist insbesondere für seine psychoaktive beziehungsweise berauschende Wirkung bekannt.
CBD besitzt diese für THC typische berauschende Wirkung nicht.
Deshalb sollten auch die Begriffe CBD und THC nicht miteinander gleichgesetzt werden.
Macht CBD-Kosmetik high?
CBD ist nicht mit der typischen psychoaktiven Wirkung von THC gleichzusetzen.
Darüber hinaus handelt es sich bei CBD-Kosmetik um Produkte, die für ihre jeweilige kosmetische Anwendung formuliert werden.
Die Verwendung von Cannabidiol als kosmetischer Inhaltsstoff bedeutet deshalb nicht, dass ein Produkt eine für THC typische berauschende Wirkung besitzt.
Warum wird CBD in Kosmetik eingesetzt?
Cannabidiol kann als besonderer Bestandteil einer kosmetischen Rezeptur eingesetzt werden.
Für die Beurteilung gilt dabei dieselbe Grundregel wie für andere Inhaltsstoffe:
Ein einzelner Inhaltsstoff ist nicht das gesamte Produkt.
Eine Creme mit CBD kann beispielsweise gleichzeitig Feuchthaltemittel, Pflanzenöle, Emulgatoren und weitere Bestandteile enthalten.
Ein CBD-Balm kann dagegen hauptsächlich aus verschiedenen Ölen, Pflanzenbuttern und Wachsen aufgebaut sein.
Beide Produkte enthalten möglicherweise Cannabidiol – erfüllen aber trotzdem unterschiedliche Pflegeaufgaben.
Was kann CBD in einer kosmetischen Formulierung leisten?
Cannabidiol wird im kosmetischen Kontext wegen seiner Eigenschaften als Bestandteil von Hautpflegeformulierungen eingesetzt.
Wie ein fertiges Produkt auf der Haut wirkt und welchen Pflegecharakter es besitzt, lässt sich jedoch nicht allein aus dem Vorhandensein von CBD ableiten.
Entscheidend sind auch die übrigen Bestandteile, ihre Mengen und das Zusammenspiel der gesamten Rezeptur.
Für MALANTIS ist deshalb nicht die Aussage „enthält CBD“ das Ende der Produktentwicklung.
Sie ist lediglich eine Information über einen Bestandteil der Formulierung.
Ist CBD der Wirkstoff einer CBD-Creme?
Der Begriff „Wirkstoff“ wird in der Kosmetik häufig sehr weit verwendet.
Dadurch kann der Eindruck entstehen, ein einzelner bekannter Inhaltsstoff sei allein für die Eigenschaften des fertigen Produktes verantwortlich.
Eine Creme funktioniert jedoch als Formulierung.
Feuchthaltemittel können beispielsweise Wasser binden, während Lipide den reichhaltigen Pflegecharakter beeinflussen und Emulgatoren Wasser- und Ölphase zu einer stabilen Emulsion verbinden.
Cannabidiol ist innerhalb dieses Systems ein weiterer Bestandteil – nicht die gesamte Formulierung.
Was bedeutet die CBD-Konzentration einer Creme?
Bei CBD-Kosmetik werden teilweise Prozentangaben hervorgehoben.
Eine höhere CBD-Konzentration bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Produkt besser ist.
Bei einer kosmetischen Rezeptur gilt grundsätzlich nicht:
mehr von einem Inhaltsstoff = bessere Pflege.
Die sinnvolle Einsatzmenge eines Bestandteils hängt von der jeweiligen Rezeptur und dem vorgesehenen Produkt ab.
Ist mehr CBD automatisch besser?
Nein.
Ein Prozentwert kann die Menge eines Inhaltsstoffs beschreiben. Er ist aber kein Qualitätsranking für die gesamte Kosmetik.
Eine sinnvolle Produktbeurteilung muss deshalb die vollständige Formulierung berücksichtigen.
CBD-Creme und Hanfcreme – ist das dasselbe?
Nicht zwingend.
Eine sogenannte Hanfcreme kann beispielsweise Hanfsamenöl enthalten, ohne dass Cannabidiol Bestandteil der Rezeptur ist.
Umgekehrt kann eine CBD-Creme sowohl Cannabidiol als auch Hanfsamenöl enthalten.
Bezeichnungen auf der Vorderseite eines Produktes reichen deshalb nicht immer aus, um diese Unterschiede zu erkennen.
Die INCI-Liste schafft Klarheit.
Welche Rolle spielt Hanfsamenöl in CBD-Kosmetik?
Hanfsamenöl ist ein gutes Beispiel dafür, warum Inhaltsstoffe nach ihrer tatsächlichen Funktion betrachtet werden sollten.
Als Pflanzenöl gehört es zur lipidbasierten Seite einer Formulierung.
Cannabidiol ist dagegen ein eigenständiger Inhaltsstoff.
Eine Rezeptur kann deshalb beispielsweise gleichzeitig enthalten:
- Hanfsamenöl als Pflanzenöl und Lipidkomponente,
- Cannabidiol als Cannabinoid,
- Feuchthaltemittel für die Wasserbindung,
- weitere Pflanzenöle oder Buttern
- und ein geeignetes Emulgatorsystem.
Erst das Zusammenspiel ergibt das fertige Produkt.
Kann CBD-Kosmetik Hautkrankheiten behandeln?
CBD-Kosmetik sollte nicht als medizinische Behandlung von Hautkrankheiten verstanden werden.
Kosmetische Produkte haben eine kosmetische Zweckbestimmung und ersetzen keine Therapie von beispielsweise Akne, Neurodermitis oder Psoriasis.
Bei anhaltenden oder ausgeprägten Hautproblemen ist eine medizinische beziehungsweise dermatologische Abklärung sinnvoll.
Warum sollte CBD nicht über Krankheiten erklärt werden?
CBD wird weit über die Kosmetik hinaus wissenschaftlich untersucht und diskutiert.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Ergebnisse aus pharmakologischen, medizinischen oder anderen Forschungsbereichen automatisch auf ein kosmetisches Produkt übertragen werden können.
Für CBD-Kosmetik muss die jeweilige kosmetische Formulierung und ihre Zweckbestimmung im Mittelpunkt stehen.
Warum ist die Gesamtformulierung wichtiger als das Wort CBD?
Ein bekannter Inhaltsstoff kann eine Rezeptur interessant machen.
Ob das fertige Produkt zum eigenen Hautbedürfnis passt, entscheidet er jedoch nicht allein.
Die sinnvollere Reihenfolge lautet:
Hautzustand → Pflegebedarf → Pflegefunktion → Formulierung → Inhaltsstoff.
Damit steht CBD dort, wo es fachlich hingehört:
innerhalb der Formulierung.
Wie entwickelt MALANTIS Kosmetik mit CBD?
MALANTIS beschäftigt sich als Kosmetikmanufaktur seit vielen Jahren mit Hanf und Cannabidiol.
Heute betrachten wir CBD jedoch nicht als isoliertes Universalversprechen.
Je nach Produkt wird Cannabidiol mit unterschiedlichen funktionalen Komponenten kombiniert.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Feuchthaltemittel,
- Pflanzenöle,
- Pflanzenbuttern,
- Wachse,
- Emulgatoren
- und weitere Bestandteile der jeweiligen Rezeptur.
Dadurch entstehen unterschiedliche Formulierungen für unterschiedliche Pflegebedürfnisse.
Genau darin liegt für uns der Unterschied zwischen einem Trendrohstoff und funktioneller Kosmetik.
Welche MALANTIS Produkte enthalten CBD?
Cannabidiol wird weiterhin in verschiedenen MALANTIS Formulierungen eingesetzt.
Wenn du nicht nur CBD als Inhaltsstoff verstehen, sondern unsere entsprechenden Produkte kennenlernen möchtest, findest du sie in der Übersicht unserer CBD-Kosmetik.
MALANTIS CBD-Kosmetik entdecken
CBD und funktionelle Kosmetik – wie passt das zusammen?
Funktionelle Kosmetik beginnt für uns nicht mit einem einzelnen bekannten Inhaltsstoff.
Sie beginnt mit der Frage:
Welchen Pflegejob soll das Produkt erfüllen?
Danach folgen Pflegefunktion, Formulierung und Rohstoffauswahl.
CBD kann Bestandteil dieser Formulierung sein.
Aber CBD ersetzt weder Feuchtigkeit noch Lipide oder eine sinnvoll entwickelte Rezeptur.
Deshalb lautet unsere Grundregel:
Funktion zuerst. Inhaltsstoff danach.
Häufige Fragen zu CBD in Kosmetik
Was bedeutet CBD?
CBD steht für Cannabidiol und gehört zu den Cannabinoiden der Hanfpflanze.
Ist CBD dasselbe wie Hanföl?
Nein. Cannabidiol ist ein Cannabinoid. Hanfsamenöl ist dagegen ein pflanzliches Öl.
Enthält Hanfsamenöl automatisch CBD?
Nein. Hanfsamenöl und Cannabidiol sind unterschiedliche Inhaltsstoffe und sollten nicht miteinander gleichgesetzt werden.
Wie heißt CBD in der INCI-Liste?
CBD wird als Cannabidiol angegeben.
Wie heißt Hanfsamenöl in der INCI-Liste?
Hanfsamenöl wird üblicherweise als Cannabis Sativa Seed Oil angegeben.
Ist CBD dasselbe wie THC?
Nein. CBD und THC sind unterschiedliche Cannabinoide. CBD besitzt nicht die für THC typische berauschende Wirkung.
Macht CBD-Kosmetik high?
CBD ist nicht mit der typischen psychoaktiven Wirkung von THC gleichzusetzen.
Ist mehr CBD in einer Creme besser?
Nein. Die Konzentration eines einzelnen Inhaltsstoffs ist kein Qualitätsranking. Entscheidend ist die gesamte Formulierung.
Ist CBD-Kosmetik dasselbe wie Hanfkosmetik?
Nicht zwingend. Kosmetik kann Hanfsamenöl enthalten, ohne dass Cannabidiol Bestandteil der Rezeptur ist.
Kann CBD-Kosmetik Hautkrankheiten behandeln?
Kosmetische Produkte sind keine medizinische Behandlung und sollten nicht als Therapie von Hauterkrankungen verstanden werden.
Fazit: CBD ist ein Bestandteil – nicht die gesamte Formulierung
CBD in Kosmetik lässt sich sinnvoll beurteilen, wenn Hanf, Hanfsamenöl, Cannabidiol und THC nicht miteinander vermischt werden.
- Hanf bezeichnet die Pflanze beziehungsweise den pflanzlichen Kontext.
- Hanfsamenöl ist ein Pflanzenöl und eine Lipidkomponente.
- CBD steht für Cannabidiol und ist ein Cannabinoid.
- THC ist ein anderes Cannabinoid und nicht mit CBD gleichzusetzen.
Ein Kosmetikprodukt kann Hanfsamenöl, Cannabidiol oder beide Bestandteile enthalten.
Für die Qualität und den Pflegejob des Produktes bleibt jedoch die gesamte Rezeptur entscheidend.
CBD ist ein Bestandteil der Formulierung – nicht die Formulierung selbst.
Wie du Inhaltsstoffe insgesamt einordnen kannst, erklären wir unter Kosmetik-Inhaltsstoffe verstehen.
Unsere aktuellen Formulierungen mit Cannabidiol findest du unter MALANTIS CBD-Kosmetik.
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