CBD und Endometriose

Es ist der monatlich wiederkehrende schmerzhafte Wahnsinn, der bis zu 15 % aller Frauen betrifft. Keine Frauenerkrankung wird häufiger fehldiagnostiziert und bleibt länger unerkannt. Bis zu zehn Jahre vergehen im Durchschnitt, bis eine Diagnose gestellt wurde. Doch damit nicht genug: Eine Diagnose bedeutet noch keine Heilung. Gleich vorweg: CBD-Öl kann eine Endometriose-Erkrankung nicht heilen, denn eine Heilung ist in vielen Fällen, selbst auf schulmedizinischem Wege, unmöglich. Für einige Frauen ist CBD Öl oder ein schwerzstillendes Gel wie der Malantis CBD ColdBalm jedoch eine Stütze in dieser schwierigen Lage.

Was ist CBD?

Es ist falsch, von Cannabis zu sprechen, wenn es um CBD-Produkte geht. Cannabis beinhaltet den psychoaktiven Wirkstoff THC. Nur dieser Wirkstoff macht „high“. CBD und Hanf Produkte wie von Malantis beinhalten zwar Hanfblatt Extrakt mit Cannabidiol, doch kein THC.

Die einzige Verwandtschaft zwischen CBD-Produkten und Cannabis besteht darin, dass beide ihre Existenz der Hanfpflanze verdanken. CBD-Produkte werden mithilfe einem nicht toxischen CO2 Extraktionsverfahren aus der Pflanze extrahiert – vereinfacht gesagt, bleibt dannach reines Cannabidiol übrig.

Was genau ist ein Endometrium?

Um eine Endometriose-Erkrankung besser zu verstehen, muss man sich mit dem Zyklus einer Frau beschäftigen. Während jedes Zyklus wird in der Gebärmutter eine innere Schleimhautschicht (Endometrium) aufgebaut und am Ende des Zyklus wieder abgebaut. Die Schleimhautschicht selbst besteht aus Zwischengewebe, Drüsen und Deckgewebe. Der Auf- und Abbau des Endometriums wird durch Hormone geregelt, allen voran Östrogen und Progesteron.

Östrogen baut in der ersten Zyklushälfte, nach der Menstruation, die obere Schicht des Endometriums wieder auf. Progesteron verstärkt in der zweiten Zyklushälfte, nach dem Eisprung, die Durchblutung und die Drüsensekretion des Endometriums. Dadurch verstärkt sich die Schleimhaut und ist besser fähig, ein Embryo zu versorgen. Kommt es zu keiner Schwangerschaft, fällt am Ende der zweiten Zyklushälfte der Spiegel dieser zwei Hormone rasant ab. Das fehlende Progesteron und Östrogen bewirken die Ausstoßung der oberen Schleimhautschicht (Functionalis) aus dem Körper (Menstruation).

Was genau ist Endometriose?

Bei dieser Erkrankung hat sich ein Endometrium-ähnliches-Gewebe außerhalb der Gebärmutter angesiedelt. Wie und warum es zu dieser Besiedelung kommt, ist noch nicht vollständig geklärt. An sich wäre die Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus kein Problem – leider folgt sie dem zyklischen Ruf der Hormone. Die Endometriose-Herde wachsen, solange Östrogen und Progesteron vorhanden sind. Sinkt der Hormonspiegel, kann es am Ende der zweiten Zyklushälfte sogar zu inneren Blutungen kommen.

Eine Endometriose-Erkrankung muss nicht immer schmerzhaft sein, aber für viele Frauen ist sie das. Dabei hängt es stark davon ab, wo im Körper sich die Herde ansiedeln. In den meisten Fällen handelt es sich um die Eileiter oder die Eierstöcke, weniger häufig ist eine Besiedelung im Bereich der Harnblase, des Darms oder generell im Unterleib (Bauchfell). In sehr seltenen Fällen können Herde in der Lunge und im Gehirn wachsen.

Die Lokation und Größe der Herde bestimmt auch den Grad an Schmerzen. Am häufigsten ist eine schmerzhafte Regelblutung (Dysmenorrhö), gefolgt von Rückenschmerzen, Unterleibsschmerzen und Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs. Sollte der Herd in der Nähe der Harnblase angesiedelt sein, kann es zu Schmerzen beim Wasserlassen kommen. Das Gleiche gilt für den Darmbereich.

Wenn Frauen Schmerzen haben, erleben sie entweder zyklische oder nicht zyklische Schmerzen. Zyklische Schmerzen treten nur in der zweiten Hälfte auf und klingen nach oder schon während der Menstruation wieder ab. Bei nicht zyklischen Schmerzen sind die Betroffenen einer Dauerbelastung ausgesetzt.

Behandlungsmöglichkeiten

Eine Endometriose-Erkrankung ist zuerst einmal schwer zu diagnostizieren, das erklärt auch, warum sie so häufig übersehen wird. Nur durch eine Bauchspiegelung kann die Erkrankung mit absoluter Sicherheit festgestellt werden. Alle anderen Verfahren, wie zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung, liefern keine vollständigen Beweise. Da diese Prozedur nicht vollständig risikolos ist, wird sie nur angewandt, wenn alle anderen Krankheiten ausgeschlossen wurden.

Darüber hinaus ist die Endometriose-Diagnostik ein Spezialfeld. Nicht jeder Frauenarzt ist darin ausgebildet. Das bedeutet für Betroffene oft jahrelanges Ausharren voller Schmerzen. Wäre das allein schon nicht problematisch genug, sind die vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten nicht immer erfolgreich. Endometriose-Herde können zwar entfernt werden, aber nur für einige Frauen bedeutet dies das Ende ihres Leidensweges. Denn Herde können jederzeit nachwachsen. Ein weiteres Problem: Durch die Entfernung der Herde kann es zu Narbenbildungen kommen, die an sensiblen Organen wie den Eierstöcken problematisch sind.

Ein anderer Behandlungsansatz ist ein Eingriff in das Hormonsystem. Die Antibabypille ist in diesem Fall die häufigste Wahl der Frauenärzte. Doch jeder Eingriff in das Hormonsystem bringt seine eigenen Folgen mit sich. Bei einer Antibabypille handelt es sich um künstliche Östrogene und Progesterone. Diese künstlichen Hormone schalten den natürlichen, körpereigenen Hormonkreislauf aus. Damit kommt es zu keiner Schwangerschaft, da das Follikel im Eierstock am Wachstum gehindert wird.

Problematisch sind künstliche Hormone aber vor allem, weil sie nur einen Teil der Aufgaben der körpereigenen Hormone übernehmen. Östrogen und Progesteron beeinflussen:

  • Die emotionale Gesundheit von Frauen. Viele Frauen klagen über Depressionen und Gefühlsschwankungen während der Einnahme der Pille.
  • Östrogen und Progesteron zusammen vermindern das Osteoporoserisiko.
  • Progesteron beeinflusst die Schilddrüse. Ein Mangel an Progesteron kann in seltenen Fällen zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen.
  • Östrogen und Progesteron zusammen beeinflussen das Immunsystem. Das weibliche Immunsystem ist weitaus komplexer als das männliche. Aufgrund dessen können Frauen generell besser mit Viruserkrankungen wie dem Coronavirus umgehen.

Vor allem aber ein Punkt spricht gegen die Antibabypille: Eine Schwangerschaft ist mit ihr unmöglich, denn trotz Endometriose möchten einige Frauen gerne Kinder bekommen.

CBD-Produkte als Alternative?

Im amerikanischen Magazin Pain wurde 2011 eine Studie [1] veröffentlicht, die sich mit der Auswirkung von Cannabidiol auf eine Endometriose-Erkrankung beschäftigte. Um die Ergebnisse der Studie besser zu verstehen, muss kurz das Endocannabinoide System erklärt werden. Dabei handelt es sich um ein komplexes Zell-Informations-System. Dieses System spielt eine wichtige Rolle bei vielen Aufgaben im Körper:

  • Schlaf
  • Emotionen
  • Appetit
  • Gedächtnis
  • Fruchtbarkeit

Das Endocannabinoide System hat nichts mit Cannabis zu tun und benötigt auch keinen exogenen Cannabinoid-Wirkstoff. Es handelt sich bei Endocannabinoiden um ein Molekül, das vom Körper selbst hergestellt wird. Diese Moleküle sind dem Cannabinoid-Wirkstoff aber sehr ähnlich. Vergleichbar ist das Endocannabinoide System und Cannabinoid mit Östrogenen und Phytoöstrogenen, die in einigen Nahrungsmittel vorkommen. Phytoöstrogene können in größeren Mengen Einfluss auf das Hormonsystem haben, aber das Hormonsystem benötigt keine Phytoöstrogene, um einwandfrei zu funktionieren.

Das Endocannabinoide System scheint Einfluss auf das Wachstum und die Ausbreitung der Endometriose-Herde zu haben. Denn Versuche an Ratten zeigten, dass Endocannabinoide das abnormale Wachstum der Herde regulierten. Die Studienleiter deuten in ihrer Zusammenfassung der Ergebnisse an, dass der exogene, also nicht körpereigene Cannabinoid-Wirkstoff eine Reduzierung der Symptome bringen könnte. Diese Nachricht ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Tierstudien können nicht eins zu eins auf Menschen übertragen werden. Es braucht in diesem Bereich noch mehr Forschung.

[1] Dmitrieva, N., Nagabukuro, H., Resuehr, D., Zhang, G., McAllister, S. L., McGinty, K. A., Mackie, K., & Berkley, K. J. (2010). Endocannabinoid involvement in endometriosis. Pain, 151(3), 703–710. https://doi.org/10.1016/j.pain.2010.08.037